Praxis-Leitfaden
Den Algorithmus für dich nutzen
Es gibt keinen Trick, mit dem man OnlyDay überlistet. Aber es gibt eine Handvoll Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob deine Inhalte überhaupt in den Feed kommen - und die meisten davon triffst du, bevor du postest. Dieser Leitfaden erklärt sie: für den Start, für Creator, für lokale Unternehmen und für alle, die Werbung schalten wollen.
1. Die eine Regel, die alles entscheidet
OnlyDay sortiert keine einzelnen Beiträge. Sortiert wird der Moment — eine Sammlung von Onlys mit einem Namen und einem Titelbild. Der Feed, das Entdecken-Raster und der Vollbild-Player ziehen alle aus denselben Moments, und dort steht nur, was in einem Moment liegt.
Es läuft 24 Stunden im Only-Ring, dann verschwindet es aus Feed und Ring. Fremde finden es danach höchstens noch über eine Ortsseite, wenn du beim Posten einen Ort gewählt hast. Das ist keine Strafe — es ist der Unterschied zwischen „Tagesgeschehen“ und „Inhalt, der bleiben soll“.
Deine wichtigste Einstellung: Was nach 24 Stunden passiert
Unter Meine Onlys legst du fest, was mit einem Only nach Ablauf der 24 Stunden geschieht. Die Wahl gilt für das Only, das du gerade postest — änderst du sie später, gilt das nur für neue Onlys.
| Einstellung | Was passiert | Reichweite |
|---|---|---|
| Onlys nach 24 Stunden im Archiv speichern Standard |
Das Only wandert in dein privates Archiv. Du kannst es später von Hand in einen Moment legen — automatisch passiert nichts. | 24 Stunden im Profilbild |
| Onlys zu einem Moment hinzufügen | Das Only landet sofort beim Posten im Tages-Moment. Der trägt das Datum als Namen und sammelt die Onlys desselben Tages. | Feed und Entdecken, dauerhaft |
| Onlys nach 24 Stunden löschen | Selbstzerstörung: Das Only wird nach 24 Stunden samt Mediendatei endgültig gelöscht. | 24 Stunden im Profilbild, dann weg |
Wer nichts umstellt, postet also dauerhaft an Feed und Entdecken vorbei. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache für „ich poste, aber niemand sieht es“.
Zwei Regeln gelten für jeden Moment: Er fasst höchstens 20 Onlys, und jedes Only steckt in genau einem Moment. Ist der Tages-Moment voll, bleiben weitere Onlys des Tages im Archiv. Als Titelbild zeigt ein Moment automatisch sein neuestes Only — es sei denn, du hast selbst ein Titelbild gewählt, dann bleibt es stehen.
Ein Moment, für den sich kein brauchbares Vorschaubild finden lässt, wird beim Sortieren übersprungen. Er steht dann zwar in deinem Profil, taucht aber in keinem Raster auf. Prüfe bei Moments, die „unsichtbar“ scheinen, immer zuerst das Titelbild.
Und das Profil muss offen sein
Damit Fremde dich überhaupt sehen können, gilt eine harte Bedingung: öffentliches Profil und keine Freigabepflicht für neue Follower. Wer sein Profil auf privat stellt oder Follower erst bestätigen will, erscheint ausschließlich bei den eigenen Followern.
Das ist eine völlig legitime Entscheidung für Privatsphäre — man sollte nur wissen, was sie kostet. Wer sie trifft, wächst über Follower und geteilte Onlys statt über den Entdecken-Bereich.
2. Was zählt — und was nicht
Den Rang eines Moments bewegen wenige, klar benannte Signale. Alles andere ist Anzeige oder Komfort.
| Signal | Was dahintersteckt | Wirkung |
|---|---|---|
| Aufrufe | Wie viele Menschen deine Onlys ansehen. Eigene Aufrufe zählen nie, und wer dein Only immer wieder öffnet, treibt die Zahl nicht künstlich hoch. | stark Grundlage des Rangs |
| Teilen | Per Nachricht weitergeleitet oder in ein eigenes Only übernommen — beides zählt gleich und immer für das Original. | stark eines der stärksten Signale |
| Wie lange geschaut wird | Sofort weggewischt zählt gegen dich, länger angesehen für dich — und zwar bei genau dem Menschen, der schaut. | stark pro Zuschauer |
| Profil-Taps | Jemand tippt im Player auf deinen Namen oder dein Bild und landet auf deinem Profil. | stark pro Zuschauer |
| Passendes Thema | Wie gut die Themen deines Moments zu dem passen, was jemand gern schaut. | stark pro Zuschauer |
| Aktualität | Jedes Only altert einzeln, gerechnet ab seinem eigenen Erstellungsdatum. | stark bremst Altes |
| Likes | Werden gezählt und angezeigt. | null nicht im Ranking |
| Kommentare, Follower-Zahl | — | null nicht im Moment-Ranking |
Aufrufe und Alter werden dabei gegeneinander verrechnet: Frisches hat einen Vorteil, aber keinen automatischen Platz an der Spitze — es muss erst echte Aufrufe sammeln. Und ein älterer Moment, der viele Menschen erreicht hat, verschwindet nicht über Nacht.
Weil jedes Only einzeln altert, verjüngt ein neuer Beitrag nicht den ganzen alten Bestand — er bringt nur seinen eigenen frischen Anteil mit. Gleichzeitig gilt der Moment bei deinen Followern wieder als aktuell, weil sich das am jüngsten enthaltenen Only bemisst. Sammel-Moments sind deshalb eine sehr gute Idee.
Woran sich das System nicht stört
- Umbenennen, Titelbild tauschen, umsortieren — verändert das Alter nicht. Gerechnet wird mit dem Datum der enthaltenen Onlys, nicht mit dem Bearbeitungsdatum.
- Löschen und neu einstellen — bringt nichts. Was jemand schon gesehen oder mit „Interessiert mich nicht“ ausgeblendet hat, bleibt es auch beim neu eingestellten Moment.
3. Die ersten sieben Tage
Ein neues Konto hat keine Aufrufe, keine Follower und keine Signale. Trotzdem startet niemand bei null — es gibt mehrere Wege ins System, die nichts mit Reichweite zu tun haben. In dieser Reihenfolge:
- Profil öffentlich stellen. Ohne das gibt es keine Reichweite bei Fremden. Wenn du deine Follower lieber freigibst, ist das in Ordnung — dann führt dein Weg über deine Follower.
- Kontaktgruppe setzen. Es gibt 30 davon — von „Schüler·Student“ über „Handwerk·Technik“ bis „Reisen·Digital Nomad“. Sie erscheint als Kategorie in deinem Profil, und Werbetreibende können gezielt Gruppen ansprechen. Auf die Reihenfolge im Feed hat sie keinen Einfluss — dort zählt nur, was Menschen tatsächlich anschauen.
- Land angeben. Hilft bei den Folgen-Vorschlägen und bei Werbung, die auf Länder zielt.
- Die 24-Stunden-Einstellung auf „Moment“ stellen, wenn deine Inhalte bleiben sollen. Sonst postest du ins Archiv.
- Ein paar Konten folgen — und deren Inhalte wirklich anschauen. Im Home-Feed haben Konten Vorrang, denen du folgst. Wer niemandem folgt, bekommt einen Feed aus lauter Fremden.
- Beim Posten einen Ort wählen, wenn es einen gibt. Für den Anfang ist das einer der stärksten Hebel überhaupt — mehr dazu in Abschnitt 5.
Wie du gefunden wirst, bevor dich jemand kennt
Die Folgen-Vorschläge suchen nicht nach den größten Konten, sondern nach den nächstliegenden. Am meisten zählen gemeinsame Bekannte. Die reine Follower-Zahl wirkt dagegen nur schwach — schon ein einziger gemeinsamer Bekannter wiegt mehr als der Unterschied zwischen hundert und tausend Followern.
Außerdem fließt ein:
- wie lange jemand deine Inhalte bisher angeschaut hat,
- ob er schon einmal von einem Beitrag auf dein Profil getippt hat,
- ob deine Themen zu seinen Interessen passen,
- ob ihr aus demselben Land kommt.
Dazu kommt etwas Abwechslung, damit die Liste nicht bei jedem Öffnen gleich aussieht. Für dich heißt das: Zehn Menschen aus deinem echten Umfeld sind für die Vorschläge wertvoller als tausend anonyme Follower.
Jemand tippt in deinem Only auf deinen Namen, sieht sich dein Profil an — und folgt dann doch nicht. Genau das merken sich die Vorschläge: Ein Besuch ohne Follow ist eine offene Frage, und du rückst bei diesem Menschen in den Vorschlägen nach oben. Ein halbes Ja ist kein Nein.
4. Für Creator: mehr Reichweite, ohne Tricks
Wo deine Moments auftauchen
Im Home-Feed haben Konten Vorrang, denen jemand folgt — dort zählt vor allem, was neu ist. Dazwischen mischt OnlyDay Moments von Menschen, denen man noch nicht folgt, vor allem solche, die viel geschaut oder viel geteilt werden.
Im Entdecken-Raster gibt es kein festes Muster. Für jeden Menschen entsteht eine eigene Reihenfolge — aus dem, was viel geschaut und geteilt wird, und dem, was er selbst gern schaut. Was jemand gesehen und nicht angetippt hat, rückt beim nächsten Mal nach hinten, damit Neues nach vorn kommt. Eigene Moments erscheinen im Entdecken grundsätzlich nicht.
Nicht auf dem ersten Bildschirm und nur vereinzelt — und nur dann, wenn dein Moment für sie mindestens so stark ist wie der fremde an dieser Stelle. Entdecken ist für Menschen da, die dich noch nicht kennen.
Schaut sich jemand gerade etwas länger an, zeigt ihm Entdecken gleich mehr davon — vom selben Creator und zum selben Thema. Das hält bewusst nicht lange an: Nach kurzer Zeit zählt wieder, was ihn auf Dauer interessiert. Ein Moment, der fesselt, zieht deine anderen Moments also direkt mit nach vorn.
Teilen gehört zu den stärksten Signalen — im Feed wie im Entdecken. Dabei zählt jede Art des Weitergebens gleich viel: der Versand im Chat genauso wie das Übernehmen in ein eigenes Only. Und wer dein Only übernimmt, schreibt den Punkt deinem Original gut, nicht seinem. Ein Aufruf zum Teilen wirkt bei OnlyDay deshalb direkter als ein Aufruf zum Liken — denn Likes ranken gar nicht.
Poste nicht alles auf einmal
OnlyDay verteilt Inhalte bewusst, und das trifft dich, wenn du viele Moments hintereinander veröffentlichst:
- Abstand zwischen deinen Kacheln: Derselbe Account kommt nicht direkt hintereinander, sondern erst mit etwas Abstand wieder.
- Frisches wird verteilt: Viele gerade gepostete Moments von Fremden kommen nicht als Block, sondern verteilt über den Feed. Sie fallen nicht weg.
Wichtig: Das Verteilen von Frischem gilt nur bei Fremden. Bei Menschen, die dir folgen, ist „gerade gepostet“ ja genau der Grund, warum sie dir folgen — dort darf ein ganzer Schwung am Stück kommen. Für die Reichweite bei Fremden ist es trotzdem klüger, über den Tag zu verteilen, als drei Moments in fünf Minuten hochzuladen.
Die ersten Sekunden entscheiden — und sie wirken nach
Wischt jemand deinen Moment sofort weg, zählt das als Übersprung. Häufen sich diese Übersprünge bei einem Zuschauer, rückst du bei ihm insgesamt nach hinten — auch in seinen Folgen-Vorschlägen und bei deiner Werbung. Umgekehrt hebt dich jede längere Ansicht bei diesem Menschen an. Beides zählt vor allem aktuell: Alte Übersprünge verblassen mit der Zeit, jeder bekommt also eine zweite Chance.
Ein starker Anfang ist kein Marketing-Klischee, sondern die Stellschraube, die bei jedem einzelnen Zuschauer wirkt. Und ein Moment, der viele Menschen anzieht, für die er nicht gemacht ist, schadet doppelt: Er sammelt Übersprünge ein und verliert damit genau die Zuschauer, die ihn sonst wiedergesehen hätten.
Der Klick auf deinen Namen ist mehr wert als lange Verweildauer
Tippt jemand im Player auf deinen Namen oder dein Profilbild, ist das kein passives Signal mehr, sondern eine Entscheidung. Genau deshalb wiegt ein Profil-Tap schwerer als eine lange Ansicht: Verweildauer misst, was passiert, wenn jemand nichts tut — ein Tap misst, was er will.
Ein Tap wirkt an drei Stellen gleichzeitig:
- Auf dich. Deine Moments rücken bei diesem Zuschauer nach vorn.
- Auf dein Thema. Die Themen des Onlys, das gerade läuft, zählen stärker als beim bloßen Zuschauen. Wer aus „Werkstatt Winter“ auf dein Profil geht, hat auch dem Thema zugestimmt.
- Auf die Vorschläge. Folgt er dir nicht, rückst du in seinen Folgen-Vorschlägen nach oben.
Die Wirkung ist schnell ausgereizt: Zwischen Beitrag und Profil hin- und herzuspringen bringt nichts. Taps auf Anzeigen zählen gar nicht, eigene Beiträge ebenso wenig, und ein Profilaufruf aus dem Chat oder der Suche zählt nicht mit — nur der Weg vom Beitrag zum Profil sagt etwas über deinen Inhalt aus.
Gib den Leuten einen Grund, auf deinen Namen zu tippen. Ein Only, das eine Frage offen lässt — „mehr davon auf meinem Profil“, ein Zwischenstand, ein Teil 1 von 3 — erzeugt ein stärkeres Signal als eines, das alles auf einmal zeigt und dann endet.
Name und Beschreibung sind dein Thema
OnlyDay hat keine Hashtags. Es braucht auch keine: Die App liest die Themen deines Moments selbst — aus seinem Namen, aus der Beschreibung jedes Onlys darin, aus deinen Text- und Hashtag-Widgets und aus dem Ort. Nach denselben Regeln merkt sie sich die Interessen der Zuschauer, deshalb passen beide Seiten ohne Übersetzung zusammen.
Jeder Moment bekommt eine Handvoll Themen. Vorrang hat, was du selbst als Thema setzt: der Name, der Ort, deine Hashtag-Widgets. Den Rest liefern die Beschreibungen — und dort zählt besonders, was in mehreren Onlys des Moments vorkommt. Füllwörter wie „und“, „einfach“ oder „mega“ zählen nie, ebenso wenig Wörter wie „Video“ oder „teilen“, die bei jedem Thema stehen. Aus „Sommer 2026 Kroatien-Trip“ werden also sommer, kroatien und trip.
Wer ein Only lange anschaut, sammelt dessen Themen als Interesse und bekommt später Moments mit denselben Themen bevorzugt gezeigt. Daraus folgen drei sehr konkrete Ratschläge:
- Schreib in die Beschreibung, worum es geht. „Piranhas im Aquarium füttern“ trifft Interessen, „Einfach geil 😂“ trifft keine.
- Benenne konsistent. OnlyDay vergleicht Wörter, nicht Bedeutungen: „Hund“ und „Hunde“, „Urlaub“ und „Ferien“ sind zwei verschiedene Themen. Wer immer dasselbe Wort nimmt, schärft sein Thema, statt es zu verteilen.
- Nutze die Namensvorschläge. Beim Tippen schlägt OnlyDay die häufigsten passenden Moment-Namen vor. Ein Name, auf den sich viele geeinigt haben, trifft mehr Interessen als eine eigene Wortschöpfung.
Gesehen ist nicht für immer
Ein Moment, den jemand schon gesehen hat, rutscht nach hinten — aber nicht für immer. Nach einer Weile darf derselbe Inhalt wieder nach vorn. Gute alte Moments sterben bei OnlyDay also nicht, sie schlafen. Und wenn nichts Ungesehenes mehr da ist, kommt zuerst, was am längsten her ist.
Was OnlyDay sich über einen Menschen merkt
Das Gedächtnis des Algorithmus ist bewusst klein und bleibt aktuell. Jedes Interesse verliert an Gewicht, wenn es nicht mehr bestätigt wird; schaut jemand das Thema wieder, ist es sofort wieder frisch. Kommt etwas Neues dazu, verdrängt es das Schwächste. Wer sich heute für etwas Neues begeistert, bekommt es also schnell zu sehen, statt für immer im Geschmack von vor zwei Monaten festzustecken.
Daneben gibt es ein Kurzzeitgedächtnis für die laufende Sitzung — das, was Entdecken so schnell reagieren lässt. Es merkt sich nur, was jemand gerade gern schaut, und ist nach kurzer Zeit wieder leer. Für dich heißt das: Reichweite bei einem Menschen muss man sich immer wieder neu verdienen — und man kann sie auch immer wieder neu gewinnen.
5. Für Unternehmen: lokal gefunden werden
Für ein Café, einen Friseur, eine Praxis oder einen Handwerksbetrieb ist der Ort das mit Abstand stärkste Werkzeug auf OnlyDay — stärker als jede Reichweitenstrategie. Der Grund liegt in der Bauart: Orte sind bei OnlyDay Wörter, keine Punkte auf einer Landkarte, und sie stammen aus einem eigenen Bestand statt aus einem Kartendienst.
Drei Dinge, die der Ort für dich tut
1. Eine eigene Seite, die bleibt
Jeder Ort hat eine Seite, und dort stehen einzelne Onlys — nicht Moments — mit dem neuesten zuerst. Diese Seite fragt nicht nach 24 Stunden: Solange ein Only nicht gelöscht ist, bleibt es dort auffindbar.
2. Ein Ort ist ein Thema
Der Ortsname zählt im Ranking wie ein Wort im Moment-Namen: Wer viel aus „Braunschweig“ anschaut, bekommt Moments mit dieser Ortsmarke nach vorn.
3. Suche nach echtem Inhalt
In der Ortssuche werden Orte nach der Zahl sichtbarer Onlys sortiert, nicht danach, wie oft der Ort genannt wurde. Wer regelmäßig postet, steht dort oben.
Bonus: Schreibweise egal
„Zürich“ und „Zuerich“, „Sankt Peter-Ording“ und „Sankt Peter Ording“ landen auf derselben Ortsseite. Umlaute, Bindestriche und Groß- und Kleinschreibung werden vereinheitlicht.
Ein Ort wird einem Moment nur dann als Thema angelernt, wenn er darin vorherrscht. Ein Moment mit drei Onlys aus drei verschiedenen Städten lehrt bewusst keinen Ort. Für ein lokales Geschäft heißt das: immer denselben Ort setzen — nicht mal den Stadtteil, mal die Stadt, mal die Region.
Und die Kontaktgruppe
Die 30 Kontaktgruppen — „Gastronomie“, „Handwerk·Technik“, „Medizin·Pflege·Wellness“, „Immobilien·Bau“ — zeigen in deinem Profil, was du machst. Auf die Reihenfolge im Feed wirken sie nicht: Dort zählt, was Menschen tatsächlich anschauen, nicht welche Kategorie jemand angegeben hat. Wichtig sind sie für Werbung — Werbetreibende können gezielt Gruppen ansprechen, und ohne gesetzte Gruppe fällst du aus jeder gruppenbezogenen Kampagne heraus.
Ein Wort zu GPS
Wenn du den Standort freigibst, schlägt OnlyDay den nächsten bereits bekannten Ort in deiner Nähe vor. Es wird also kein neuer Ort aus deinen Koordinaten erfunden — der Bestand wächst nur durch Menschen, die Orte tippen. Deshalb: lieber den etablierten Ortsnamen nehmen als eine eigene Variante anzulegen.
6. Werbung: was du wirklich kaufst
Werbung auf OnlyDay funktioniert anders als bei den großen Netzwerken, und zwar in drei Punkten, die man kennen sollte, bevor man bucht.
Es gibt kein separates Anzeigenmotiv, keine eigene Anzeigenbeschreibung und keinen Anzeigen-Editor. Du wählst ein vorhandenes Only aus, und genau dieses Only wird ausgespielt — mit seinem Bild und seiner Beschreibung. Der Einstieg liegt im Player unter „Aktivitäten“ im Reiter „Werbung“.
Warum das hier deutlich weniger kostet
Auf den großen Plattformen kaufst du keinen Werbeplatz, sondern nimmst an einer Versteigerung teil. Der Preis für einen Menschen ist dort das, was der zahlungskräftigste Mitbieter für diesen Menschen zu zahlen bereit ist — und das steigt jedes Jahr, ganz ohne dein Zutun. Wer kein sechsstelliges Budget und keine Agentur hat, bietet gegen beides trotzdem mit.
Bei OnlyDay gibt es keine Versteigerung. Du zahlst einen festen Preis für eine feste Laufzeit und weißt vor dem Buchen genau, was am Ende auf der Rechnung steht. Es gibt keinen Mindestumsatz, kein Tagesbudget, keine Gebotsstrategie und nichts, was sich über Nacht leerläuft. Ein Handwerksbetrieb, ein Café oder ein Creator mit zweihundert Followern kann hier werben, ohne vorher irgendetwas zu lernen.
Anderswo
- Auktion: dein Preis hängt an fremden Budgets
- Anzeigenkonto, Pixel, Katalog, Einwilligungen
- Eigenes Anzeigenmotiv nötig — oder eine Agentur, die es baut
- Zielgruppen aus Daten, die quer durchs Internet eingesammelt wurden
- Budget kann verbraucht sein, bevor du morgens aufwachst
Bei OnlyDay
- Fester Preis, feste Laufzeit, keine Mitbieter
- Drei Klicks im Player, kein zweites Werkzeug
- Dein bestes Only ist die Anzeige
- Zielgruppe aus dem, was Menschen hier anschauen — sonst nichts
- Die Laufzeit läuft ab, das Geld nicht weg
Der Unterschied ist am Ende ein simpler: Anderswo bezahlst du auch die Datensammlung, die Auktionsmaschine und die Marge dazwischen mit. Hier bezahlst du einen Platz im Feed. Deshalb können wir günstig sein — nicht als Einführungsangebot, sondern weil weniger dranhängt.
Du kaufst Laufzeit, keine Klicks
| Paket | Laufzeit | Enthalten |
|---|---|---|
| Starter | 7 Tage | Anzeige im Feed |
| Standard | 14 Tage | zusätzlich ein Link-Button mit Ziel-Adresse und Handlungsaufruf |
| Premium | 30 Tage | zusätzlich ein Werbe-Button im eigenen Profil |
Aufrufe und Klicks sind reine Statistik: Sie beenden eine Kampagne nie, und es gibt kein Budget, das sich aufbraucht. Die Laufzeit beginnt mit der Freigabe durch das Team. Wer den Link-Button braucht, nimmt mindestens Standard. Den günstigsten Preis pro Tag hat Premium.
Wo deine Anzeige erscheint
Anzeigen laufen in regelmäßigen Abständen zwischen den Inhalten — im Home-Feed, im Entdecken-Raster, in der Suche und im Vollbild-Player. Dieselbe Anzeige kommt dabei nicht kurz hintereinander, und Sonderkarten wie Werbung und Personen-Vorschläge stehen nie direkt nacheinander.
Wer OnlyDay Verified hat, bekommt gar keine eingespielten Anzeigen. Das ist beim Kalkulieren der erreichbaren Menschen einzuplanen.
Zielgruppe: was hart filtert und was nur sortiert
| Einstellung | Wirkung | Achtung |
|---|---|---|
| Länder | harter Filter | Sobald du gezielt auswählst, sehen Menschen ohne hinterlegtes Land deine Anzeige nicht mehr. Alle Länder auswählen heißt: keine Einschränkung. |
| Kontaktgruppen | harter Filter | Gleiche Falle: Wer keine Gruppe gesetzt hat, fällt heraus. Nur einschränken, wenn die Gruppe wirklich entscheidend ist. |
| Themen | weiche Gewichtung | Werden automatisch abgeleitet und sind keine Freitext-Eingabe. Je besser sie zu den aktuellen Interessen des Betrachters passen, desto weiter vorn läuft die Anzeige — begrenzt, damit kein einzelnes Thema alles überstrahlt. |
| Ziel (Profil, Website oder beides) | weiche Gewichtung | Bei „Profil besuchen“ zählt die persönliche Nähe zum Absender stärker. |
Die Themen einer Kampagne leitet OnlyDay selbst ab, aus genau drei Quellen: der Beschreibung des Onlys, den Namen der Moments, in denen es steckt, und dem Ort des Onlys. Der Ort steht dabei vorn — für den Imbiss um die Ecke ist „braunschweig“ das treffsicherste Thema, das es gibt.
Ein Only ohne Beschreibung, ohne Ort und in keinem benannten Moment hat schlicht keine Themen und läuft für jeden Betrachter in der neutralen Zufallsreihenfolge mit.
Das ist übrigens keine Benachteiligung: Wer beim Betrachter noch keinerlei Spuren hinterlassen hat, wird nicht nach hinten sortiert, sondern läuft in einer fairen Zufallsreihenfolge mit. Neue Werbetreibende bekommen dadurch echte Startchancen.
Und eine faire Regel zugunsten der Werbetreibenden: Beim Wegwischen einer Anzeige wird kein Übersprung gezählt. Eine Anzeige hat sich niemand ausgesucht — würde reflexhaftes Wegwischen zählen, würde gekaufte Reichweite die organische Reichweite des Absenders beschädigen. Verweilen zählt dagegen positiv.
7. Was nachweislich nichts bringt
| Versuch | Warum es nicht wirkt |
|---|---|
| Likes sammeln oder kaufen | Likes werden gespeichert und angezeigt, aber in keiner Sortierung verwendet. |
| Den eigenen Beitrag immer wieder öffnen | Eigene Aufrufe zählen nie. |
| Moment löschen und neu einstellen | Was jemand schon gesehen oder ausgeblendet hat, bleibt es auch beim neuen Moment. Das Alter hängt ohnehin an den Onlys, nicht am Moment. |
| Moment umbenennen, um ihn zu „verjüngen“ | Das Bearbeitungsdatum spielt für den Rang keine Rolle. |
| Zehn Moments auf einmal veröffentlichen | Bei Fremden werden sie ohnehin verteilt statt am Stück gezeigt. |
| Reißerische Aufmacher für ein fremdes Publikum | Übersprünge wirken pro Zuschauer auf alles von dir — auch auf deine Werbung und deine Vorschlagsposition. |
| Viele verschiedene Ortsnamen streuen | Ein Ort wird nur gelernt, wenn er im Moment vorherrscht. |
Im Home-Feed haben Konten Vorrang, denen jemand folgt — und dort zählt vor allem, was neu ist, nicht was beliebt ist. Ein Mensch, der dir folgt, ist damit im Zweifel mehr wert als hundert, die dich zufällig im Entdecken sehen.
8. Checklisten zum Abhaken
Einsteiger
- Profil auf öffentlich
- Land gesetzt
- Beschreibung zu jedem Only
- 24-Stunden-Einstellung auf „Moment“
- 10 bis 20 Konten gefolgt
- Ort beim Posten gewählt
Creator
- Jeder Moment hat ein starkes Titelbild
- Name und Beschreibung sagen, worum es geht
- Immer dasselbe Wort für dasselbe Thema
- Über den Tag verteilt statt in einem Schwung
- Zum Teilen aufrufen, nicht zum Liken
- Die ersten Sekunden bewusst gebaut
- Neue Onlys in bestehende Sammel-Moments
Lokales Unternehmen
- Immer derselbe Ortsname
- Passende Kontaktgruppe gesetzt
- Regelmäßig posten — die Ortssuche sortiert nach Inhalt
- Ortsname auch im Moment-Namen
- Onlys nicht auf Löschen nach 24 Stunden stellen
Vor dem Werbe-Kauf
- Beschreibung des Onlys geschrieben
- Ort im Only gesetzt
- Only liegt in einem sinnvoll benannten Moment
- Länder und Gruppen nur einschränken, wenn nötig
- Link-Button gebraucht? Dann mindestens Standard
- Ziel bewusst gewählt: Profil oder Website
Für alle gelten dieselben Regeln: Feed, Entdecken und Player ordnen nach demselben Prinzip, und es gibt keinen zweiten, geheimen Weg — und deshalb auch keinen geheimen Trick.
Fragen dazu? Schreib uns über das Kontaktformular. Alle weiteren Antworten stehen in den F.A.Qs.