Praxis-Leitfaden
Den Algorithmus für dich nutzen
Es gibt keinen Trick, mit dem man OnlyDay überlistet. Aber es gibt eine Handvoll Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob deine Inhalte überhaupt in den Feed kommen — und die meisten davon triffst du, bevor du postest. Dieser Leitfaden erklärt sie: für den Start, für Creator, für lokale Unternehmen und für alle, die Werbung schalten wollen.
1. Die eine Regel, die alles entscheidet
OnlyDay sortiert keine einzelnen Beiträge. Sortiert wird der Moment — eine Sammlung von Onlys mit einem Namen und einem Titelbild. Der Feed, das Entdecken-Raster und der Vollbild-Player ziehen alle aus derselben Liste, und in dieser Liste steht nur, was in einem Moment liegt.
Es läuft 24 Stunden im Only-Ring deiner Follower, dann ist es aus der Sichtbarkeit verschwunden. Kein Feed, kein Entdecken. Das ist keine Strafe — es ist der Unterschied zwischen „Tagesgeschehen“ und „Inhalt, der bleiben soll“.
Deine wichtigste Einstellung: Was nach 24 Stunden passiert
Unter Meine Onlys legst du fest, was mit einem Only nach Ablauf der 24 Stunden geschieht. Die Wahl wird beim Posten fest eingebrannt — änderst du sie später, gilt das nur für neue Onlys.
| Einstellung | Was passiert | Reichweite |
|---|---|---|
| Onlys nach 24 Stunden im Archiv speichern Standard |
Das Only wandert in dein privates Archiv. Du kannst es später von Hand in einen Moment legen — automatisch passiert nichts. | Nur Follower, nur 24 Stunden |
| Onlys zu einem Moment hinzufügen | Das Only landet sofort beim Posten im Tages-Moment. Der trägt das Datum als Namen und sammelt alle Onlys desselben Tages. | Feed und Entdecken, dauerhaft |
| Onlys nach 24 Stunden löschen | Selbstzerstörung: Das Only wird nach 24 Stunden samt Mediendatei endgültig gelöscht. | Nur Follower, dann weg |
Wer nichts umstellt, postet also dauerhaft an Feed und Entdecken vorbei. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache für „ich poste, aber niemand sieht es“.
Zwei Details zum Tages-Moment: Er fasst höchstens 20 Onlys. Ist er voll, bleiben weitere Onlys des Tages im Archiv. Und sein Titelbild wird nur beim allerersten Only des Tages gesetzt — ein bestehender Moment behält sein Cover.
Ein Moment, für den sich kein brauchbares Vorschaubild finden lässt, wird beim Sortieren übersprungen. Er steht dann zwar in deinem Profil, taucht aber in keinem Raster auf. Prüfe bei Moments, die „unsichtbar“ scheinen, immer zuerst das Titelbild.
Und das Profil muss offen sein
Damit Fremde dich überhaupt sehen können, gilt eine harte Bedingung: öffentliches Profil und keine Freigabepflicht für neue Follower. Wer sein Profil auf privat stellt oder Follower erst bestätigen will, erscheint ausschließlich bei den eigenen Followern.
Das ist eine völlig legitime Entscheidung für Privatsphäre — man sollte nur wissen, was sie kostet. Wer sie trifft, wächst über Follower, geteilte Onlys und Ortsseiten statt über den Entdecken-Bereich.
2. Was zählt — und was nicht
Es gibt genau fünf Größen, die den Rang eines Moments bewegen. Alles andere ist Anzeige oder Komfort.
| Größe | Wie sie gemessen wird | Wirkung |
|---|---|---|
| Aufrufe | Ein bleibender Zähler pro Only. Derselbe Mensch zählt einmal — beim ersten Ansehen. | stark Basis des Rangs |
| Teilungen | Zwei Wege zählen gleich viel: als Nachricht weitergeleitet und in einem eigenen Only weitergeteilt. Beides ergibt einen Punkt für das Original, gezählt über 14 Tage. | stark eigener Feed-Platz |
| Verweildauer | Unter 3 Sekunden gilt als weggewischt, ab 5 Sekunden als Interesse. Dazwischen: neutral. | stark pro Zuschauer |
| Profil-Taps | Jemand tippt im Player auf deinen Namen oder dein Bild und landet auf deinem Profil. Zählt höchstens alle 5 Minuten je Zuschauer. | stark pro Zuschauer |
| Alter | Jedes Only altert einzeln, gerechnet ab seinem eigenen Erstellungsdatum. | stark bremst Altes |
| Likes | Werden gezählt und angezeigt. | null nicht im Ranking |
| Kommentare, Follower-Zahl | — | null nicht im Moment-Ranking |
Aufrufe und Alter werden dabei gegeneinander verrechnet: Ein Only, das heute 100 Menschen erreicht, wiegt ungefähr so viel wie eines, das vor drei Wochen 250 erreicht hat. Frisches hat einen Vorteil, aber keinen automatischen Platz an der Spitze — es muss erst echte Aufrufe sammeln.
Weil jedes Only einzeln altert, verjüngt ein neuer Beitrag nicht den ganzen alten Bestand — er bringt nur seinen eigenen frischen Anteil mit. Gleichzeitig gilt der Moment bei deinen Followern wieder als aktuell, weil sich das Alter am jüngsten enthaltenen Only bemisst. Sammel-Moments sind deshalb eine sehr gute Idee.
Woran sich das System nicht stört
- Umbenennen, Titelbild tauschen, umsortieren — verändert das Alter nicht. Gerechnet wird mit dem Datum der enthaltenen Onlys, nicht mit dem Bearbeitungsdatum.
- Löschen und neu einstellen — bringt nichts. Kommt derselbe Inhalt binnen 30 Tagen zurück, werden „schon gesehen“ und „interessiert mich nicht“ auf den neuen Moment übertragen.
3. Die ersten sieben Tage
Ein neues Konto hat keine Aufrufe, keine Follower und keine Signale. Trotzdem startet niemand bei null — es gibt mehrere Wege ins System, die nichts mit Reichweite zu tun haben. In dieser Reihenfolge:
- Profil öffentlich stellen. Ohne das gibt es keine Reichweite bei Fremden. Wenn du deine Follower lieber freigibst, ist das in Ordnung — dann führt dein Weg über Follower und Ortsseiten.
- Kontaktgruppe setzen. Es gibt 30 davon — von „Schüler·Student“ über „Handwerk·Technik“ bis „Reisen·Digital Nomad“. Menschen aus derselben Gruppe sehen deine Moments bevorzugt, und dieselbe Nähe wirkt auch bei Folgen-Vorschlägen und bei Werbung. Es ist die einzige Angabe, die dreifach zählt.
- Land angeben. Wirkt bei den Folgen-Vorschlägen.
- Die 24-Stunden-Einstellung auf „Moment“ stellen, wenn deine Inhalte bleiben sollen. Sonst postest du ins Archiv.
- Ein paar Konten folgen — und deren Inhalte wirklich anschauen. Der Feed reserviert sechs von zehn Plätzen für Konten, denen du folgst. Wer niemandem folgt, bekommt einen Feed aus lauter Fremden.
- Beim Posten einen Ort wählen, wenn es einen gibt. Für den Anfang ist das der stärkste Hebel überhaupt — mehr dazu in Abschnitt 5.
Wie du gefunden wirst, bevor dich jemand kennt
Die Folgen-Vorschläge suchen nicht nach den größten Konten, sondern nach den nächstliegenden. Der stärkste Faktor sind gemeinsame Follower: Wer mit dir fünf Bekannte teilt, wird bis zu viermal höher eingestuft. Die reine Follower-Zahl wirkt dagegen nur schwach — der Unterschied zwischen 100 und 1.000 Followern wiegt dort weniger als ein einziger gemeinsamer Bekannter.
Danach zählen, in dieser Reihenfolge:
- wie lange jemand deine Inhalte bisher angeschaut hat,
- ob er schon einmal von einem Beitrag auf dein Profil getippt hat,
- ob ihr dieselbe Kontaktgruppe und dasselbe Land habt,
- ob deine Themen zu seinen Interessen passen.
Ganz am Ende steht ein bewusster Zufallsfaktor, damit auch neue Konten regelmäßig nach oben gespült werden. Für dich heißt das: Zehn Menschen aus deinem echten Umfeld sind für die Vorschlagsmaschine wertvoller als tausend anonyme Follower.
Jemand tippt in deinem Only auf deinen Namen, sieht sich dein Profil an — und folgt dann doch nicht. Genau diesen Moment merkt sich die Vorschlagsmaschine: Ein Besuch ohne Follow ist die deutlichste offene Frage, die sie kennt, und du tauchst bei diesem Menschen später wieder auf. Ein halbes Ja ist kein Nein.
4. Für Creator: mehr Reichweite, ohne Tricks
Wisse, wo dein Platz im Feed ist
Der Home-Feed folgt einem festen Muster aus zehn Plätzen, das sich endlos wiederholt:
F — Konten, denen der Betrachter folgt (6 von 10)
W — viel geschaut, mit Zeitverfall (2 von 10)
S — viel geteilt, 14-Tage-Fenster (2 von 10)
Bei deinen Followern konkurrierst du auf sechs von zehn Plätzen, und dort wird schlicht nach Aktualität sortiert. Bei Fremden konkurrierst du auf vier Plätzen — zwei über Aufrufe, zwei über Teilungen.
Im Entdecken-Raster sieht das Muster so aus:
Sechs Plätze über Aufrufe, drei über Teilungen — und einer für Konten, denen der Betrachter bereits folgt. Eigene Moments erscheinen im Entdecken grundsätzlich nicht.
Dieser eine Platz wandert zwischen den Positionen 7 und 10 jedes Zehnerblocks — die ersten sechs Kacheln bleiben frei, das ist auf dem Handy genau der erste Bildschirm. Deine bestehenden Follower können dich also auch im Entdecken wieder treffen, allerdings nur mit Moments, die sie noch nicht gesehen haben.
Weil es nur ein Platz ist, kommt dort nicht irgendein Moment von dir hin, sondern der neue oder der starke: Zuerst zählt „jünger als 24 Stunden“, danach entscheidet dieselbe Rangfolge wie auf den Aufruf-Plätzen. Ein zwei Wochen alter Moment mit viel Reichweite hat dort eine echte Chance; einer mit drei Aufrufen nicht.
Zwei von zehn Feed-Plätzen gehen an „viel geteilt“, und dieser Topf ist deutlich dünner besetzt als „viel geschaut“ — er zieht nur aus den Teilungen der letzten 14 Tage. Dabei zählt jede Art des Weitergebens gleich viel: der Versand im Chat genauso wie das Übernehmen in ein eigenes Only. Und wer dein Only übernimmt, schreibt den Punkt deinem Original gut, nicht seinem. Ein Aufruf zum Teilen wirkt bei OnlyDay deshalb direkter als ein Aufruf zum Liken — denn Likes ranken gar nicht.
Poste nicht alles auf einmal
Es gibt zwei eingebaute Bremsen gegen Klumpenbildung, und beide treffen dich, wenn du fünf Moments hintereinander veröffentlichst:
- Abstand zwischen deinen Kacheln: Derselbe Account kommt frühestens vier Kacheln später wieder.
- Frische-Bremse: Von Fremden darf höchstens ein Moment, der jünger als 24 Stunden ist, pro fünf Kacheln durchkommen. Die übrigen fallen nicht weg — sie werden über den Feed verteilt.
Wichtig: Die Frische-Bremse gilt nur für Fremde. Bei Menschen, die dir folgen, ist „gerade gepostet“ ja genau der Grund, warum sie dir folgen — dort darf ein ganzer Schwung am Stück kommen. Für die Reichweite bei Fremden ist es trotzdem klüger, über den Tag zu verteilen als drei Moments in fünf Minuten hochzuladen.
Die ersten drei Sekunden entscheiden — und sie wirken nach
Wischt jemand deinen Moment in unter drei Sekunden weg, wird das als Übersprung verbucht. Häufen sich diese Übersprünge bei einem Zuschauer, sinkt dort alles von dir — inklusive Folgen-Vorschlägen und deiner Werbung. Umgekehrt gilt: Jede Ansicht ab fünf Sekunden hebt dich bei diesem Menschen deutlich an.
Ein starker erster Frame ist kein Marketing-Klischee, sondern die einzige Stellschraube, die direkt auf zwei Zähler wirkt. Und ein Moment, der viele Menschen anzieht, für die er nicht gemacht ist, schadet doppelt: Er sammelt Übersprünge ein und verliert damit genau die Zuschauer, die ihn sonst wiedergesehen hätten.
Der Klick auf deinen Namen ist mehr wert als lange Verweildauer
Tippt jemand im Player auf deinen Namen oder dein Profilbild, ist das kein passives Signal mehr, sondern eine Entscheidung. Genau deshalb wiegt ein einziger Profil-Tap schwerer als mehrere lange Ansichten: Verweildauer misst, was passiert, wenn jemand nichts tut — ein Tap misst, was er will.
Ein Tap wirkt an drei Stellen gleichzeitig:
- Auf dich. Deine Moments rücken bei diesem Zuschauer nach vorn.
- Auf dein Thema. Die Begriffe aus dem Moment-Namen zählen doppelt so stark wie beim bloßen Zuschauen. Wer aus „Werkstatt Winter“ auf dein Profil geht, hat auch dem Wort zugestimmt.
- Auf den Vorschlag. Folgt er dir nicht, wirst du ihm später erneut vorgeschlagen.
Derselbe Mensch zählt höchstens alle fünf Minuten, und nach zwei Taps ist die Wirkung ausgereizt. Zwischen Beitrag und Profil hin- und herzuspringen bringt also nichts. Taps auf Anzeigen zählen gar nicht, eigene Beiträge ebenso wenig, und ein Profilaufruf aus dem Chat oder der Suche zählt nicht mit — nur der Weg vom Beitrag zum Profil sagt etwas über deinen Inhalt aus.
Gib den Leuten einen Grund, auf deinen Namen zu tippen. Ein Only, das eine Frage offen lässt — „mehr davon auf meinem Profil“, ein Zwischenstand, ein Teil 1 von 3 — erzeugt ein stärkeres Signal als eines, das alles auf einmal zeigt und dann endet.
Der Moment-Name ist dein Thema
OnlyDay hat keine Hashtags. Es braucht auch keine: Aus dem Namen deines Moments zieht die App die Themen — nach denselben Regeln, nach denen sie die Interessen der Zuschauer speichert. Deshalb passen beide Seiten ohne Übersetzung zusammen. Aus einem Namen werden dabei höchstens fünf Begriffe: alles kleingeschrieben, getrennt an Leer- und Sonderzeichen, mindestens drei Buchstaben, reine Zahlen fallen raus.
Aus „Sommer 2026 Kroatien-Trip“ werden also sommer, kroatien und trip. Wer einen Moment lange anschaut, sammelt dessen Begriffe als Interesse und bekommt später Moments mit denselben Wörtern bevorzugt gezeigt. Der Moment-Name leistet damit genau das, was anderswo eine Reihe Rauten unter dem Beitrag leisten soll — nur dass du ihn einmal vergibst statt zwanzigmal. Daraus folgen drei sehr konkrete Ratschläge:
- Benenne konsistent. Wer seine Reise-Moments mal „Urlaub“, mal „Ferien“, mal „Trip“ nennt, verteilt sein Thema auf drei Begriffe statt einen zu schärfen.
- Nutze die Namensvorschläge. Beim Tippen schlägt OnlyDay die häufigsten passenden Moment-Namen vor. Ein Name, auf den sich viele geeinigt haben, trifft mehr Interessen als eine eigene Wortschöpfung.
- Verschwende die fünf Begriffe nicht. „Mein neues Video vom Wochenende“ liefert „mein“, „neues“, „video“, „vom“, „wochenende“ — davon ist genau einer ein Thema.
Gesehen ist nicht für immer
Ein Moment, den jemand schon gesehen hat, rutscht nach hinten — aber die Marke verfällt nach 90 Tagen. Danach darf derselbe Inhalt wieder nach vorn. Gute alte Moments sterben bei OnlyDay also nicht, sie schlafen. Und wenn nichts Ungesehenes mehr da ist, wird bewusst mit Gesehenem aufgefüllt — am längsten Zurückliegendes zuerst.
5. Für Unternehmen: lokal gefunden werden
Für ein Café, einen Friseur, eine Praxis oder einen Handwerksbetrieb ist der Ort das mit Abstand stärkste Werkzeug auf OnlyDay — stärker als jede Reichweitenstrategie. Der Grund liegt in der Bauart: Orte sind bei OnlyDay Wörter, keine Punkte auf einer Landkarte, und sie stammen aus einem eigenen Bestand statt aus einem Kartendienst.
Drei Dinge, die der Ort für dich tut
1. Eine eigene Seite, die bleibt
Jeder Ort hat eine Seite, und dort stehen einzelne Onlys — nicht Moments — mit dem neuesten zuerst. Diese Seite fragt nicht nach 24 Stunden: Solange ein Only nicht gelöscht ist, bleibt es dort auffindbar.
2. Ein Ort ist ein Thema
Der Ortsname zählt im Ranking wie ein Wort im Moment-Namen: Wer viel aus „Braunschweig“ anschaut, bekommt Moments mit dieser Ortsmarke nach vorn.
3. Suche nach echtem Inhalt
In der Ortssuche werden Orte nach der Zahl sichtbarer Onlys sortiert, nicht danach, wie oft der Ort genannt wurde. Wer regelmäßig postet, steht dort oben.
Bonus: Schreibweise egal
„Zürich“ und „Zuerich“, „Sankt Peter-Ording“ und „Sankt Peter Ording“ landen auf derselben Ortsseite. Umlaute, Bindestriche und Groß- und Kleinschreibung werden vereinheitlicht.
Ein Ort wird einem Moment nur dann als Thema angelernt, wenn er mindestens die Hälfte der verorteten Onlys darin stellt. Ein Moment mit drei Onlys aus drei verschiedenen Städten lehrt bewusst keinen Ort. Für ein lokales Geschäft heißt das: immer denselben Ort setzen — nicht mal den Stadtteil, mal die Stadt, mal die Region.
Und die Kontaktgruppe
Die 30 Kontaktgruppen sind für Unternehmen die zweite Stellschraube. „Gastronomie“, „Handwerk·Technik“, „Medizin·Pflege·Wellness“, „Immobilien·Bau“ — wer seine Gruppe setzt, wird Menschen derselben Gruppe bevorzugt gezeigt und kann später in der Werbung gezielt Gruppen ansprechen. Ohne gesetzte Gruppe fällst du aus jeder gruppenbezogenen Kampagne heraus — auch aus deiner eigenen.
Ein Wort zu GPS
Wenn du den Standort freigibst, schlägt OnlyDay den nächsten bereits bekannten Ort im Umkreis von 60 Kilometern vor. Es wird also kein neuer Ort aus deinen Koordinaten erfunden — der Bestand wächst nur durch Menschen, die Orte tippen. Deshalb: lieber den etablierten Ortsnamen nehmen als eine eigene Variante anzulegen.
6. Werbung: was du wirklich kaufst
Werbung auf OnlyDay funktioniert anders als bei den großen Netzwerken, und zwar in drei Punkten, die man kennen sollte, bevor man bucht.
Es gibt kein separates Anzeigenmotiv, keine eigene Anzeigenbeschreibung und keinen Anzeigen-Editor. Du wählst ein vorhandenes Only aus, und genau dieses Only wird ausgespielt — mit seinem Bild und seiner Beschreibung. Der Einstieg liegt im Player unter „Aktivitäten“ im Reiter „Werbung“.
Warum das hier deutlich weniger kostet
Auf den großen Plattformen kaufst du keinen Werbeplatz, sondern nimmst an einer Versteigerung teil. Der Preis für einen Menschen ist dort das, was der zahlungskräftigste Mitbieter für diesen Menschen zu zahlen bereit ist — und das steigt jedes Jahr, ganz ohne dein Zutun. Wer kein sechsstelliges Budget und keine Agentur hat, bietet gegen beides trotzdem mit.
Bei OnlyDay gibt es keine Versteigerung. Du zahlst einen festen Preis für eine feste Laufzeit und weißt vor dem Buchen genau, was am Ende auf der Rechnung steht. Es gibt keinen Mindestumsatz, kein Tagesbudget, keine Gebotsstrategie und nichts, was sich über Nacht leerläuft. Ein Handwerksbetrieb, ein Café oder ein Creator mit zweihundert Followern kann hier werben, ohne vorher irgendetwas zu lernen.
Anderswo
- Auktion: dein Preis hängt an fremden Budgets
- Anzeigenkonto, Pixel, Katalog, Einwilligungen
- Eigenes Anzeigenmotiv nötig — oder eine Agentur, die es baut
- Zielgruppen aus Daten, die quer durchs Internet eingesammelt wurden
- Budget kann verbraucht sein, bevor du morgens aufwachst
Bei OnlyDay
- Fester Preis, feste Laufzeit, keine Mitbieter
- Drei Klicks im Player, kein zweites Werkzeug
- Dein bestes Only ist die Anzeige
- Zielgruppe aus dem, was Menschen hier anschauen — sonst nichts
- Die Laufzeit läuft ab, das Geld nicht weg
Der Unterschied ist am Ende ein simpler: Anderswo bezahlst du auch die Datensammlung, die Auktionsmaschine und die Marge dazwischen mit. Hier bezahlst du einen Platz im Feed. Deshalb können wir günstig sein — nicht als Einführungsangebot, sondern weil weniger dranhängt.
Du kaufst Laufzeit, keine Klicks
| Paket | Laufzeit | Enthalten |
|---|---|---|
| Starter | 7 Tage | Anzeige im Feed |
| Standard | 14 Tage | zusätzlich ein Link-Button mit Ziel-Adresse und Handlungsaufruf |
| Premium | 30 Tage | zusätzlich ein Werbe-Button im eigenen Profil |
Aufrufe und Klicks sind reine Statistik: Sie beenden eine Kampagne nie, und es gibt kein Budget, das sich aufbraucht. Die Laufzeit beginnt mit der Freigabe durch das Team. Wer den Link-Button braucht, muss mindestens Standard nehmen — das ist gleichzeitig der günstigere Tagessatz.
Wie oft deine Anzeige erscheint
Im Home-Feed erscheint die erste Werbung nach dem sechsten Only, danach jede fünfte Position. Läuft dazwischen die einmalige Vorschlagskarte, die nach dem zehnten Only kommt, verschiebt sich das um eine Position — es gibt nie zwei Sonderkarten hintereinander. Im Entdecken-Raster gibt es keine Werbekacheln; dort taucht Werbung nur im Vollbild-Player auf.
Wer OnlyDay Verified hat, bekommt gar keine eingespielten Anzeigen. Das ist beim Kalkulieren der erreichbaren Menschen einzuplanen.
Zielgruppe: was hart filtert und was nur sortiert
| Einstellung | Wirkung | Achtung |
|---|---|---|
| Länder | harter Filter | Sobald du gezielt auswählst, sehen Menschen ohne hinterlegtes Land deine Anzeige nicht mehr. Alle Länder auswählen heißt: keine Einschränkung. |
| Kontaktgruppen | harter Filter | Gleiche Falle: Wer keine Gruppe gesetzt hat, fällt heraus. Nur einschränken, wenn die Gruppe wirklich entscheidend ist. |
| Themen | weiche Gewichtung | Werden automatisch abgeleitet und sind keine Freitext-Eingabe. Jeder Treffer mit den Interessen des Betrachters hebt die Anzeige deutlich an. |
| Ziel (Profil, Website oder beides) | weiche Gewichtung | Bei „Profil besuchen“ zählt die persönliche Nähe zum Absender stärker. |
Die Themen einer Kampagne leitet OnlyDay selbst ab, aus genau drei Quellen: der Beschreibung des Onlys, den Namen der Moments, in denen es steckt, und dem Ort des Onlys. Der Ort steht dabei vorn — für den Imbiss um die Ecke ist „braunschweig“ das treffsicherste Thema, das es gibt.
Ein Only ohne Beschreibung, ohne Ort und in keinem benannten Moment hat schlicht keine Themen und landet für jeden Betrachter in der neutralen Zufallsreihenfolge.
Das ist übrigens keine Benachteiligung: Wer beim Betrachter noch keinerlei Spuren hinterlassen hat, wird nicht nach hinten sortiert, sondern läuft in einer fairen Zufallsreihenfolge mit. Neue Werbetreibende bekommen dadurch echte Startchancen.
Und eine faire Regel zugunsten der Werbetreibenden: Beim Wegwischen einer Anzeige wird kein Übersprung gezählt. Eine Anzeige hat sich niemand ausgesucht — würde reflexhaftes Wegwischen zählen, würde gekaufte Reichweite die organische Reichweite des Absenders beschädigen. Verweilen zählt dagegen positiv.
7. Was nachweislich nichts bringt
| Versuch | Warum es nicht wirkt |
|---|---|
| Likes sammeln oder kaufen | Likes werden gespeichert und angezeigt, aber in keiner Sortierung verwendet. |
| Den eigenen Beitrag immer wieder öffnen | Der Aufruf-Zähler steigt pro Mensch nur einmal. |
| Moment löschen und neu einstellen | „Schon gesehen“ und „interessiert mich nicht“ werden 30 Tage lang auf den neuen Moment übertragen. Das Alter hängt ohnehin an den Onlys, nicht am Moment. |
| Moment umbenennen, um ihn zu „verjüngen“ | Das Bearbeitungsdatum spielt für den Rang keine Rolle. |
| Zehn Moments auf einmal veröffentlichen | Abstandsregel und Frische-Bremse verteilen sie ohnehin; bei Fremden kommt höchstens ein frischer Moment pro fünf Kacheln durch. |
| Reißerische Aufmacher für ein fremdes Publikum | Übersprünge wirken pro Zuschauer auf alles von dir — auch auf deine Werbung und deine Vorschlagsposition. |
| Viele verschiedene Ortsnamen streuen | Ein Ort wird nur gelernt, wenn er mindestens die Hälfte der verorteten Onlys eines Moments stellt. |
Sechs von zehn Feed-Plätzen gehören Konten, denen jemand folgt — dort wird nach Aktualität sortiert, nicht nach Beliebtheit. Ein Mensch, der dir folgt, ist damit im Zweifel mehr wert als hundert, die dich zufällig im Entdecken sehen.
8. Checklisten zum Abhaken
Einsteiger
- Profil auf öffentlich
- Kontaktgruppe gesetzt
- Land gesetzt
- 24-Stunden-Einstellung auf „Moment“
- 10 bis 20 Konten gefolgt
- Ort beim Posten gewählt
Creator
- Jeder Moment hat ein starkes Titelbild
- Namen konsistent, Vorschläge genutzt
- Über den Tag verteilt statt in einem Schwung
- Zum Teilen aufrufen, nicht zum Liken
- Erste drei Sekunden bewusst gebaut
- Neue Onlys in bestehende Sammel-Moments
Lokales Unternehmen
- Immer derselbe Ortsname
- Passende Kontaktgruppe gesetzt
- Regelmäßig posten — die Ortssuche sortiert nach Inhalt
- Ortsname auch im Moment-Namen
- Onlys nicht auf Löschen nach 24 Stunden stellen
Vor dem Werbe-Kauf
- Beschreibung des Onlys geschrieben
- Ort im Only gesetzt
- Only liegt in einem sinnvoll benannten Moment
- Länder und Gruppen nur einschränken, wenn nötig
- Link-Button gebraucht? Dann mindestens Standard
- Ziel bewusst gewählt: Profil oder Website
Alles in diesem Beitrag ist überprüfbar: Die Reihenfolge im Feed entsteht an genau einer Stelle, und dieselbe Stelle beliefert Home, Entdecken und den Player. Es gibt keinen zweiten, geheimen Weg — und deshalb auch keinen geheimen Trick.
Fragen dazu? Schreib uns über das Kontaktformular. Alle weiteren Antworten stehen in den F.A.Qs.